Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg

Veranstaltungen

Führungen/Besichtigungen: Stadtführungen, Parkführungen, Ausstellungs- und Museumsbesuche, Kirchenführungen, teils gesondert, teils in Wanderungen einbezogen Wanderungen durch das Land Brandenburg und angrenzende Gebiete, meist verbunden mit Besichtigungen, Führungen u.s.w.

Studienfahrten in entlegenere Gebiete sowie in Nachbarländer und -regionen (meist eintägige Busfahrten).

Öffentliche Vorträge aus allen Themenbereichen der Historischen Landeskunde Brandenburgs; mit Ausnahme einer Sommerpause meist zweimal monatlich jeweils donnerstags 19.00 Uhr im "Berlin-Saal" der Berliner Stadtbibliothek in Berlin-Mitte, Breite Straße 36.

Kolloquien: Thematisch begrenzte Tagungen mit Vorträgen ausgewählter Fachleute (so z.B. zur Geschichte Potsdams anläßlich der Tausendjahrfeier 1993 im Landtag Brandenburg und 1995 zur Geschichte des Landes Brandenburg am selben Ort), in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv und dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte/Universität Potsdam 2008.

Mit Ausnahme der öffentlichen Vorträge ist die Teilnahme an allen anderen Veranstaltungen (Führungen, Fahrten, Wanderungen etc.) den Mitgliedern vorbehalten. Gäste sind jedoch stets willkommen.

Eine vollständige Übesicht über die seit 1885 veranstalteten Vorträge der Landesgeschichtlichen Vereinigung ist im Band "Die Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg in Vergangenheit und Gegenwart" erschienen und findet sich in anderem Layout auch hier als PDF-Datei. Ebenso finden sich in diesem Band ein Verzeichnis der Tagungen (hier als PDF) und der Studienfahrten (hier als PDF).



Veranstaltungen September und Oktober 2020

 

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Covid19-Pandemie fanden im Juli und August 2020 keine Veranstaltungen der Landesgeschichtlichen Vereinigung statt.
Für die Exkursionen im September und Oktober 2020 gilt:
• Anmeldung per E-Mail (bevorzugt) oder Telefon unbedingt erforderlich,
• beschränkte Teilnehmerzahl von jeweils 20 Personen,
• bitte beachten Sie die geltenden Abstandsregeln, gegebenenfalls ist ein Mund- und Nasenschutz zu tragen,
• über eine eventuelle – auch kurzfristige – Absage aufgrund aktueller Entwicklungen informiert die Organisatorin/der Organisator der Exkursion.

Für die Vortragsveranstaltungen im Berlin-Saal gelten die jeweils aktuellen Teilnahmebedingungen der Zentral- und Landesbibliothek, siehe www.zlb.de/info oder Tel. (030) 90 22 64 01.



Sonnabend, 5. September 2020
100 Jahre Groß-Berlin

Rundgang in Kohlhasenbrück
Treffen: 11.00 Uhr, S-Bhf. Griebnitzsee (S 7; Bus 616, 694, 696; RB 1, RB 21, RB 22), am Ausgang zum See.
Führung: Dr. Felix Escher (Berlin). Dauer ca. 2 Stunden
Maximal 20 Teilnehmer/innen. Anmeldung erforderlich: f.escher@freenet.de (bevorzugt) oder (030) 834 38 84
An den Rändern des vor 100 Jahren entstandenen Groß-Berlin entwickelte sich eine „Los-von-Berlin-Bewegung“, weil 1920 nicht alle Neu-Berliner mit der Eingemeindung einverstanden waren. Prozesse um die Zugehörigkeit wurden unter anderem um Grundstücke nahe des Griebnitzsees geführt. Stärker noch als für die Villenkolonie Nikolassee wurden Kohlhasenbrück, aber auch in Gatow und Cladow die Ausgemeindung auf mehreren Ebenen betrieben. Bei einem kleinen Rundgang werden wir im äußersten Südwesten Groß- Berlins die damalige Stadt- und spätere Zonengrenze erkunden.

 

 

Donnerstag, 10. September 2020
100 Jahre Groß-Berlin
Die ehemaligen Dorfkirchen der neuen Metropole
Vortrag: Dr. Marcus Cante und Dirk Schumann M.A. (beide Berlin)
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Straße 36, Berlin-Mitte.
Am 1. Oktober 1920 trat das Gesetz zur Bildung Groß-Berlins in Kraft, mit dem 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke in die Stadt Berlin eingemeindet wurden. Bei vielen der Gemeinden handelte es sich um Dörfer des Berliner Umlands, die bereits im 13. Jahrhundert entstanden und über eine Dorfkirche aus dieser Zeit verfügten. Damit entsprechen eine ganze Reihe dieser hinzugewonnenen Berliner Kirchenbauten mittelalterlichen Typenbauten, die während des Landesausbaus oder im weiteren Verlauf des Mittelalters errichtet und in der Neuzeit mehrfach umgebaut wurden. Viele dieser Kirchen weisen sorgfältig behauene Feldsteine auf. Doch wer errichtete diese Bauten und warum erhielten sie ihre heutige Gestalt? Geben die Kirchen Auskunft über die einstigen Dorfbewohner und ihren damaligen Glauben, auch wenn sie nun schon fast ein halbes Jahrtausend als protestantische Gotteshäuser dienten? Der Vortrag wird Antworten geben.

 

 

Sonnabend, 26. September 2020
Die Russische Kolonie Alexandrowka

Führung: Andreas Kalesse (Stadtkonservator von Potsdam a. D.)
Treffen: 10.10 Uhr, Russische Kolonie 1, 14469 Potsdam, vor der russischen Teestube. ÖPNV: Tram 96 vom Potsdamer Hauptbahnhof bis zur Haltestelle Am Schragen. Auch Bus 638 von Rathaus Spandau und Tram 92 bis zur selben Haltestelle. Dauer ca. 2,5 Stunden.
Maximal 20 Teilnehmer/innen. Anmeldung erforderlich: g.weiduschat@gmail.com (bevorzugt) oder (030) 413 82 19 (AB möglich).
Die Russische Kolonie Alexandrowka ist 1826/27 (1829) angelegt worden. Sie ist das einzige Denkmal der Freundschaft zwischen dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. und dem russischen Zaren Alexander I. in Form einer Dorfanlage mit hohem symbolischem Aussagewert. Um dieses Kunstdorf ranken sich zahlreiche falsche Angaben, Behauptungen u.v.m. Während des Rundganges wird damit gründlich aufgeräumt. Wer die Kapelle betreten möchte, kann dieses nur in angemessener Kleidung tun. Wer anschließend russische Küche in der Teestube kennenlernen möchte, muss vorher rechtzeitig einen Tisch bestellen.
Literaturhinweis: Anja Hecker / Andreas Kalesse: Die russische Kolonie Alexandrowka in Potsdam: Zum Forschungsstand. In: Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte 54 (2003), S. 201–218.
https://www.potsdam.de/sites/default/files/documents/russische_kolonie_0_1.pdf

 

 

Donnerstag, 8. Oktober 2020
100 Jahre Groß-Berlin
Berlins vergessene Bürgermeister. Amtstätigkeit, Gräber und Erinnerungskultur

Vortrag: Dr. Benedikt Goebel (Berlin).
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Straße 36, Berlin-Mitte.
Von den drei Übervätern der letzten Jahrzehnte – Reuter, Brandt und von Weizsäcker – abgesehen sind die Berliner (Ober-)Bürgermeister allgemein wenig bekannt. An das Patriziat des Mittelalters erinnern nur Straßennamen, fast vier Jahrhunderte (und in Ostberlin) hatte Berlin zudem keine im Auftrag der Stadtgemeinde agierenden Bürgermeister. Nach Justus von Gruner, dem letzten vormodernen Bürgermeister, hatte die Stadt aber etliche Männer an ihrer Spitze, wie Hobrecht, von Forckenbeck, Kirschner, Wermuth, Böß oder Suhr, die nicht vergessen werden sollten und deren mehr oder weniger ausgeprägtes Nachleben im Stadtraum zu vergegenwärtigen sich lohnt: Manchmal ist es nur eine Straße in einem Industriegebiet oder eine Kleingartenanlage. Die Gräber der Herren sind nicht nur über die Stadt, sondern über ganz Deutschland verteilt, vielfach schon abgeräumt und nur in Ausnahmefällen gelten sie als Ehrengräber – aber selbst diese posthume Ehre währt in der eiligen Stadt lediglich 20 Jahre.

 

 

Sonntag, 11. Oktober 2020
100 Jahre Groß-Berlin
Berlin-Buch – die Umwandlung des Städtischen Krankenhauses zum Ludwig-Hoffmann-Quartier für Wohnen, Bildung und Gewerbe

Führung: Dieter Leukert, Architekt, freischaffender Denkmalpfleger (Berlin)
Treffen: 11.00 Uhr, Pförtnerhaus Wiltbergstraße 50, 13125 Berlin, Nähe S-Bhf. Buch (S 2, Bus 150)
Dauer ca. 2 Stunden. Begrenzte Teilnehmerzahl (20), namentliche Anmeldung erforderlich!
Organisation: Ingrid Zache, Anfragen und weitere Information unter Tel. (03303) 40 86 96 (mit AB) oder E-Mail: ingridklasz@web.de.
Der zwischen 1909 und 1916 errichtete Komplex ist ein Garten- und Baudenkmal und umfasst heute 28 ha mit 32 neoklassizistischen Gebäuden, mehreren Skulpturen, Brunnen und Pavillons. Konzipiert als 4. Berliner Irrenanstalt erhielt die Bauanlage im 1. Weltkrieg eine Zwischennutzung als Militärlazarett, war danach Genesungsheim für Kinder und nahm von 1933 bis 2007 verschiedene Gesundheitseinrichtungen auf. Der Architekt Dieter Leukert ist seit 1994 als freischaffenden Denkmalpfleger u. a. für die acht Baukomplexe tätig, die nach Entwürfen von Stadtbaurat Ludwig Hoffmann zwischen 1900 und 1927 in Berlin-Buch entstanden. Dazu gehörten fünf Krankenhausanstalten, eine technische Versorgungszentrale, eine städtische Wohnsiedlung und ein als zweiter Berliner Zentralfriedhof geplanter Komplex. Nach der Schließung der Krankenhausanstalt an der Wiltbergstraße begann 2012 die Entwicklung zu einem offenen Stadtquartier von hoher Lebensqualität und prägendem Erscheinungsbild, das Dieter Leukert, als profunder Kenner dieser Transformation, uns kenntnisreich vermitteln wird.

 

 

Sonnabend, 17. Oktober 2020
100 Jahre Groß-Berlin
Besuch auf dem Dorotheenstädtischen Kirchhof

Führung: Mathias Schebera (Berlin)
Treffen: 10.30 Uhr, Chausseestr. 126, Friedhofseingang neben dem Brechthaus. ÖPNV: U6 Oranienburger Tor oder Naturkundemuseum, jeweils mit kurzem Fußweg. Dauer ca. 90 Minuten.
Anmeldung bis 11. Oktober 2020 bei Mathias Schebera, Tel. (030) 208 17 61. E-Mail: dmj.schebera@t-online.de
Ein Spaziergang über den Friedhof zu alten und neueren Gräbern von Prominenten aus Literatur, Kunst, Philosophie, Politik und Wirtschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 


Chorin 1904

Chorin 1904

Möglin 1930

Möglin 1930

Rüdersdorf 1941

Rüdersdorf 1941

Berlin-Lichtenrade 1951

Berlin-Lichtenrade 1951

Stölln 1979

Stölln 1979

Heiligengrabe 2001

Heiligengrabe 2001

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