Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg

Veranstaltungen

Führungen/Besichtigungen: Stadtführungen, Parkführungen, Ausstellungs- und Museumsbesuche, Kirchenführungen, teils gesondert, teils in Wanderungen einbezogen Wanderungen durch das Land Brandenburg und angrenzende Gebiete, meist verbunden mit Besichtigungen, Führungen u.s.w.

Studienfahrten in entlegenere Gebiete sowie in Nachbarländer und -regionen (meist eintägige Busfahrten).

Öffentliche Vorträge aus allen Themenbereichen der Historischen Landeskunde Brandenburgs; mit Ausnahme einer Sommerpause meist zweimal monatlich jeweils donnerstags 19.00 Uhr im "Berlin-Saal" der Berliner Stadtbibliothek in Berlin-Mitte, Breite Straße 36.

Kolloquien: Thematisch begrenzte Tagungen mit Vorträgen ausgewählter Fachleute (so z.B. zur Geschichte Potsdams anläßlich der Tausendjahrfeier 1993 im Landtag Brandenburg und 1995 zur Geschichte des Landes Brandenburg am selben Ort), in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv und dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte/Universität Potsdam 2008.

Mit Ausnahme der öffentlichen Vorträge ist die Teilnahme an allen anderen Veranstaltungen (Führungen, Fahrten, Wanderungen etc.) den Mitgliedern vorbehalten. Gäste sind jedoch stets willkommen.

Eine vollständige Übesicht über die seit 1885 veranstalteten Vorträge der Landesgeschichtlichen Vereinigung ist im Band "Die Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg in Vergangenheit und Gegenwart" erschienen und findet sich in anderem Layout auch hier als PDF-Datei. Ebenso finden sich in diesem Band ein Verzeichnis der Tagungen (hier als PDF) und der Studienfahrten (hier als PDF).



Veranstaltungen Februar bis Juni 2019



Donnerstag, 7. Februar 2019
Märkische Ziegel für Berlin – Vom 18. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg

Vortrag: Karl-Ludwig Lange (Berlin)
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte.
Um 1900 verbrauchte die Stadt Berlin pro Jahr ca. 3 Milliarden Ziegel, die in über 1000 Ziegeleien im Radius von 90 km um die Stadt herum zum größten Teil von Hand gefertigt wurden. Die Steine wurden über die Wasserwege in die Stadt transportiert. Größere Gebäude, wie der Anhalter Bahnhof, brauchten 16 Millionen Hintermauersteine, der Reichstag 30 Millionen. Der Ziegel war der entscheidende Baustoff Berlins.

 

 

Donnerstag, 21. Februar 2019
Besuch des Dendrolabors im Deutschen Archäologischen Institut (DAI)

Führung: Dr. Karl-Uwe Heußner
Organisation: Ralf Gebuhr M.A.; Anmeldung: info@ralf-gebuhr.de.
Treffen: 10.00 Uhr U-Bhf Podbielskiallee (U3), vor dem Ausgang zur Podbielskiallee.
Begrenzte Teilnehmerzahl von 10 Personen, Anmeldung per Mail unbedingt erforderlich (ggf. auch per Handy: 0152 24 83 47 49).
Die Dendrochronologie hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel für Bauforschung und Archäologie entwickelt. Dendrochronologische Methoden können sogar zur zerstörungsfreien Untersuchung von Kunst- und Kulturgut dienen. Ergebnisse der Analysen werden in die Klima- und Umweltforschung eingebracht und sind eine wichtige Basis für unser Verständnis des Klimas. Karl-Uwe Heußner hat das Dendrolabor am DAI aufgebaut und kann wie kein zweiter über die Arbeit dieser Institution informieren. Da die Räume der Dendrochronologie nur klein sind, muss die Zahl der Teilnehmer auf zehn Personen beschränkt bleiben.

 

 

Sonnabend, 23. Februar 2019
Jahresmitgliederversammlung

10.00 Uhr – „Vorprogramm“ – Führungen durch das Märkische Museum, Dauer ca. 1 Std. Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung zu den Führungen erforderlich bis 14. Februar 2019! Kontakt: Dr. Peter Bahl, Tel. (030) 753 99 98, E-Mail bahl_peter@yahoo.de
11.30 Uhr Beginn der Mitgliederversammlung im selben Haus (Anmeldung nicht erforderlich). Im Anschluss besteht voraussichtlich die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Imbiss im Hofcafé.
Ort: Märkisches Museum der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Am Köllnischen Park 5, 10179 Berlin-Mitte. ÖPNV: U2, Bus 147, 165, 265 Märkisches Museum, U8 Heinrich-Heine-Straße oder Jannowitzbrücke, S3, S5, S7, S9 Jannowitzbrücke.

 

 

Donnerstag, 7. März 2019
Die Klarheit, Schönheit und das Selbstverständnis der Berliner Gehwege.

Ein Beitrag zur Alltagsästhetik der Berliner Stadtlandschaft.
Vortrag: Christina Kautz, Landschaftsarchitektin (Berlin)
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte
Wir betreten ihn jeden Tag. Er prägt das Stadtbild seit über 150 Jahren und stellt – eher unbemerkt – ein stadtweites Kontinuum dar: der Berliner Gehweg. Während das im Zuge der Industrialisierung und des Stadtwachstums geplante Straßennetz Großberlins individuelle Stadtteile ausbildet, folgt die Ausbildung der Straßenquerschnitte klaren Vorgaben und Regeln, die bis heute sinnfällig und nachvollziehbar sind. Ebenso verlässlich ist die Gestaltung in Material und handwerklicher Verarbeitung, deren Einzigartigkeit, Schönheit und Wertigkeit sich erst beim wohlwollenden Hinsehen erschließt. Die mit dem gründerzeitlichen Berlin in Einklang stehenden Materialien, Formate und deren Anordnung haben über all die Jahre nichts an Funktionalität eingebüßt und leisten somit einen wertvollen Beitrag zur Stadtgestalt auch im 21. Jahrhundert. Dies alles, und warum diese bewährte Struktur und Ordnung auch in Zukunft tragfähig ist, wird in einem Lichtbildervortrag erläutert.

 

 

Sonnabend, 16. März 2019
Ein Tag in Fürstenwalde

Besuch im Haus Brandenburg – Stadtrundgang – Domführung
Organisation: Dietrich König und Gerhard Weiduschat (beide Berlin)
Treffen: 10.45 Uhr Bahnhof Fürstenwalde, am Gleis 1. Anreise z. B. mit RE 1, hält Wannsee (ab 9.32 Uhr), Charlottenburg (9.41), Zoo (9.45), Hbf (9.51), Friedrichstr. (9.55), Alexanderplatz (9.58), Ostbhf (10.04), Ostkreuz (10.09), Fürstenwalde an 10.35 Uhr. Fußweg insgesamt ca. 4 km. Kosten: Umlage für die Bewirtung mit Kaffee/Tee und Kuchen durch die Domgemeinde. Rückkehr 15.26 Uhr oder 15.52 Uhr ab Bhf. Fürstenwalde.
Anmeldungen bis 14. März: g.weiduschat@gmail.com (bevorzugt), Fax (030) 41 50 86 85 oder Postkarte an Gerhard Weiduschat, Engelmannweg 71, 13403 Berlin. Jede Anmeldung wird bestätigt.
Im Jahr 1272 wird Fürstenwalde erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadt dürfte jedoch bereits zwischen 1225 und 1250 im Zuge der Deutschen Ostexpansion gegründet worden sein. Ausschlaggebend für die Ortswahl war die Lage an der Spree, die nur bis hier schiffbar war. Um weiter Richtung Osten zu gelangen, mussten die Waren in Fürstenwalde niedergelegt und umgeschlagen werden. So stieg die Stadt rasch zu einer der wohlhabendsten in der Mark Brandenburg auf. Nicht zuletzt deshalb nahmen die Bischöfe von Lebus ab 1385 für mehr als 200 Jahre hier ihren Sitz. Nach einer Brandschatzung durch die Hussiten begann 1446 der Neuaufbau des St.-Marien-Doms, der mit seinem 68 Meter hohen Turm zu den markantesten Wahrzeichen Fürstenwaldes gehört. Aus dieser Zeit stammt auch das Alte Rathaus, dessen Turm allerdings erst im Jahre 1624 ergänzt wurde. – Das Haus Brandenburg der Stiftung Brandenburg dient mit seinen Bereichen Bibliothek, Archiv, Museum sowie mit Ausstellungen und Veranstaltungen der Überlieferung und Dokumentation der historischen Region Ostbrandenburg.

 

 

Sonnabend, 30. März 2019
Der Gläserne Berg – Europas modernster Bahnhof

Führung durch den Berliner Hauptbahnhof
Führung: Michael Voigtländer, Büro für Industriekultur (Berlin)
Treffen: 14.00 Uhr, an der DB Information in der Eingangshalle auf der Seite Europaplatz. Dauer ca. 90 Minuten. Kosten: € 10,- p.P.
Verbindliche Anmeldungen bis einschließlich 27. März 2019 an E-Mail g.weiduschat@gmail.com (bevorzugt), Fax (030) 41 50 86 85 oder Postkarte an Gerhard Weiduschat, Engelmannweg 71, 13403 Berlin. Jede Anmeldung wird bestätigt. Begrenzte Teilnehmerzahl: mindestens 10, maximal 25 Personen.
Das markante Gebäude wurde von dem Architekten Meinhard von Gerkan entworfen. Zusammen mit dem Bahnhof wurde am 28. Mai 2006 eine neue Nord-Süd-Eisenbahntrasse durch den Tunnel Nord-Süd-Fernbahn in Betrieb genommen, die durch das sogenannte „Pilzkonzept“ eine völlige Umstellung und Neuordnung des Schienenpersonenverkehrs in Berlin verwirklicht. – Wie ein zur Hälfte in die Erde einbetonierter geheimnisvoller gläserner Berg erhebt sich der letzte Solitär der neuen Hauptstadt mitten im Zentrum Berlins neben den Regierungsbauten. Und er ist etwas Besonderes mit seinen vielen Eigentümlichkeiten. Bei der Bahn ticken die Uhren anders. Erfahren Sie interessante Details zur Geschichte der Berliner Eisenbahn und besonders zum riesigen Bahnhof selbst. Erkunden Sie die fünf Geschosse von der Kanzlerterrasse bis zu Europas größter unterirdischer Halle.

 

 

Donnerstag, 4. April 2019
Malerische Altstadt

Vortrag mit Lichtbildern: Dr. Benedikt Goebel (Berlin)
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte.
Camillo Sitte hat 1889 in seinem Bestseller „Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen“ prominent gefordert, dass der künftige Städtebau die Qualitäten alter Städte wieder aufgreifen müsse. Plätze sollten demnach asymmetrisch gestaltet sein, um vielfältig nutzbar und erlebbar zu sein und Straßenverläufe sollten vielfach leicht gekrümmt verlaufen, um private und öffentliche Gebäude ins Bild zu setzen. Die sanften Schwingungen der Brüder- und Breite Straße, der Uferstraßen Friedrichsgracht und Burgstraße sowie der „Tangentialstraße“ Alt-Berlins – Jüden-, Kloster- und Neue Friedrichstraße – sind zwar in jedem Stadtplan zu erkennen, aber an diesem Abend werden zum ersten Mal die gemalten, gezeichneten und photographierten Wiedergaben dieser reizvollen Stadträume zusammengebracht. Mit dem erklärten Ziel, dass Berlin sie bei der Neugestaltung seiner Mitte nicht vergisst.

 

 

Sonnabend, 13. April 2019
Kleinstädte und ihre Museen im ländlichen Raum.

Eine Zukunftsperspektive: Förderkreis Prignitzer Museum e.V.
Besichtigung Stadt- und Regionalmuseum Perleberg sowie Spaziergang durch die Altstadt.
Führung: Frank Riedel, M.A. (Seehausen), Leiter des Stadt- und Regionalmuseums Perleberg,
Organisation: Ingrid Zache, Tel. 03303 40 86 96 / ingridklasz@web.de
Treffen: 11.20 Uhr Bahnhof Perleberg. Anreise mit RE 2 (Richtung Wismar) u. a. ab Berlin-Ostkreuz 9.10 Uhr, Friedrichstr. 9.21 Uhr, Zoo 9.31 Uhr, Spandau 9.40 Uhr, an Wittenberge 10.59 Uhr. Umsteigen in RE 6, Wittenberge ab 11.06 Uhr, an Perleberg 11.15 Uhr. Fahrplanwechsel am 9.Dezember 2018, bitte informieren Sie sich vor Fahrtantritt über Fahrplanänderungen! Um Anmeldung bei der Organisatorin wird gebeten.
In der Prignitz, der Region im Nordwesten Brandenburgs, reihen sich Museen wie Perlen auf einer Kette. Diese nicht unbedeutende Museumslandschaft im ländlichen Raum mit ihren vielgestaltigen Ausstellungsorten zu den Bereichen Schloss- und Kirchengeschichte, Verkehrswege, zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, der Adelskultur, zum Bürgertum und zur Arbeiterschaft, Eisenbahn, Industrie und Archäologie, NS- und DDR-Zeitgeschichte sowie internationaler Mode bedarf des Mitwirkens der Städte und Gemeinden als aktive Träger der Museen. Doch hat sich der Landkreis weder zu einer strukturellen Museumsförderung bekannt, noch eigene Förderprogramme aufgelegt oder die Zusammenarbeit der Museen unterstützt. Das Bedürfnis nach Zusammenarbeit der Museen der Region war immer vorhanden und 2015 entschlossen sich die Museen, selbst die Initiative zu ergreifen und gründeten einen „Förderverein Prignitzer Museen“. Dessen Vorsitzender Frank Riedel, Mitglied unserer Vereinigung, wird uns mit der Problematik der Museen im ländlichen Raum vertraut machen. Er ist Leiter des historisch bedeutendsten und ältesten Museums der Region, des Museums Perleberg.

 

 

Sonnabend, 27. April 2019
3-Türme-Tour zwischen Schwedt und Angermünde

Leitung: Ralf Gebuhr M.A.; Anmeldung: info@ralf-gebuhr.de
Begrenzte Teilnehmerzahl von 15 Personen, Anmeldung per Mail erforderlich (ggf. auch per Handy: 0178 196 3893).
Treffen: 11.00 Uhr mit Fahrrädern am Bahnhof Schwedt.
Verkehrsverbindung: RE 3 (Richtung Schwedt) z.B. ab Südkreuz 9.18, Hauptbhf (tief) 9.32, Gesundbrunnen 9.39 Uhr. Rückfahrt ab Bahnhof Angermünde 17.33 (bzw. 18.33 Uhr), Ankunft Hauptbhf 18.30 Uhr (bzw. 19.29 Uhr).
Mit Ralf Gebuhr, seit September 2018 Museumsleiter der Stadt Angermünde, geht es auf dem Fahrrad durch die Kulturgeschichte der Landschaft des Odertals und über die Hügel der Uckermark zwischen Schwedt und Angermünde. Auf der Tour liegen drei Türme aus unterschiedlichen Epochen, die jeweils recht unterschiedliche Blicke und Einblicke in die Landschaftsgeschichte bieten. Die Tour beginnt mit einem Blick vom Turm der Stadtkirche in Schwedt, führt uns die Oder entlang nach Stolpe, wo die außergewöhnliche Turmburg auf uns wartet und endet mit dem Pulverturm der mittelalterlichen Stadtmauer von Angermünde. – Die Route von insgesamt 36 km Länge führt über ausgebaute Radwege und wenig befahrene Straßen. Ein Mittagsimbiss ist in Stolpe möglich (Fahrradcafé Fuchs und Hase“). Für den Exkursions-Reader wird ein Unkostenbeitrag von 1,00 € erhoben, für die Besteigung der Türme in Schwedt und Stolpe ist ebenfalls ein Unkostenbeitrag fällig.

 

 

Donnerstag, 9. Mai 2019
Theodor Fontane und die Pastoren

Vortrag: Prof. Dr. Roland Berbig (Berlin)
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte
Pastoren haben Fontane immer interessiert. Ohne sonderlich religiös zu sein, erschien ihm deren Berufs- und Lebenswelt von einer ganz eigenen Energie geprägt, von der er vielfach profitierte. Da den literarischen Spuren, die die Pastorenschaft in seinem Werk hinterließ, schon vielfach nachgegangen ist, konzentriert sich der Vortrag aufs Biographische. Fontane war mit Pastoren befreundet, sie waren ihm Stofflieferanten, Vermittler bei seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" und besaßen nicht selten einen hohen Grad an Originalität, die ihn reizte.

 

 

Sonnabend, 18. Mai 2019
Abenteuer Ortsgeschichte – Wiesenau

Ortsspaziergang in einem ehemaligen Grenzdorf, Stiftsdorf, Bauerndorf, Zeidlerdorf …
Führung: Herr Volkmar Lehmann (Wiesenau)
Organisation: Ingrid Zache, Tel. 03303 40 86 96, ingridklasz@web.de
Treffen: 11.00 Uhr Bahnhof Wiesenau.
Anreise mit RE 1, u. a. Berlin-Zoo 9.15 Uhr, Friedrichstr. 9.25, Ostkreuz 9.39 Uhr an Frankfurt/Oder 10.28 Uhr, weiter mit RB 11 Richtung Cottbus ab 10.37 Uhr, an Wiesenau 10.48 Uhr. Fahrplanwechsel am 09.12.2018, bitte informieren Sie sich vor Fahrtantritt über Fahrplanänderungen! Um Anmeldung bei der Organisatorin wird gebeten.
Wiesenau ist der nördlichste Ort der Niederlausitz und kam am 3. August 1815 von Sachsen zu Preußen. Ob es ähnliche Huldigungsfeierlichkeiten wie in den Städten mit Glockengeläut, Schießen der Schützengilde u. ä., gab, dürfte uns ebenso interessieren wie auch 2019 das 100-jährige Jubiläum der Umbenennung des Dorfes in Wiesenau. Obwohl jede Umbenennung Historisches zerstört, dürfte angesichts des abgelegten Namens „Krebsjauche“ die Vorteile überwiegen. Krebsjauche-Wiesenau war über Jahrhunderte Zentrum der Zeidler(Imker-)zunft. Die jährlich im Juni gefeierte "Zeidlerkirmes" erinnert noch heute daran. Trotz der Zerstörungen im Oder-Raum am Ende des Zweiten Weltkrieges ist der Ortskern weitgehend erhalten geblieben und wird von einem markanten Platz am historischen Siedlungsort geprägt. Die Ergebnisse des Wiederaufbaus, u. a. der evangelischen Kirche 1952/53, sind beeindruckend wie auch das Gedenken an die Kriegsopfer und an das Oder-Hochwasser 1997. Heute prägt die nahegelegene Industrie den weiteren Ausbau des Ortes. Ein besonderes Erlebnis dürfte die Besichtigung eines historischen Großbauernhofes mit seinen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden werden.

 

 

Sonnabend, 25. Mai 2019
135. Stiftungstag: Bunter Nachmittag in der Bibliothek

Moderation: Dirk Schumann M.A. (Berlin)
14.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Ort: Bibliothek der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V. in der Zentral- und Landesbibliothek, Haus der Berliner Stadtbibliothek, Breite 30-36 (Zugang nur Schlossplatz über den Innenhof), 10178 Berlin-Mitte. – Kontakt: Dirk Schumann M.A., Tel. 0175 243 66 93, E-Mail ds@backsteinbau.de
Zum sechsten Male soll nun mit dem „Bunten Nachmittag“, diesmal am 135. Gründungstag unserer Vereinigung, die Frühlingsmüdigkeit überwunden und daran erinnert werden, sich ausschließlich auf das Wesentliche zu konzentrieren: auf das Vereinsleben in der Landesgeschichtlichen Vereinigung, aus dem man so viele Kenntnisse, Energie und Frohsinn auch für den Alltag gewinnen kann. Dieser Nachmittag bietet neben der gemeinsamen Gemütlichkeit bei Kaffee, Tee und Kuchen auch eine Reihe von kleinen Vorträgen und Programmpunkten, die nicht nur interessante Aspekte aus der Geschichte der Vereinigung und der Mark Brandenburg beinhalten, sondern darüber hinaus hoffentlich auch unterhaltsam sind. Neben gestandenen Veteranen werden auch (fast) neue Mitglieder zu Wort (und Bild) kommen. Eine kleine Versteigerung von Kuriositäten und nützlichen Raritäten dient der Förderung weiterer Veranstaltungen. Ideen für Beiträge oder Mitwirkung sowie auch Spenden für Preise und Geschenke nehmen die Organisatoren dankend entgegen.

 

 

Sonnabend, 1. Juni 2019
Ost-Berlin – Die halbe Hauptstadt

Führung durch die Ausstellung im Ephraim-Palais
Führung: Herr Heil (Stiftung Stadtmuseum Berlin)
Leitung: Dr. Felix Escher (Berlin).
Treffen: 13.45 Uhr vor dem Eingang des Ephraim-Palais, Poststraße 16, 10178 Berlin-Mitte. ÖPNV: Bus M48, 147, 248. Kosten inkl. Eintritt und Führung € 8,- p.P. Dauer: 60 – 90 Minuten.
Verbindliche Anmeldungen bis einschließlich 26. Mai 2019 an E-Mail g.weiduschat@gmail.com (bevorzugt), Fax (030) 41 50 86 85 oder Postkarte an Gerhard Weiduschat, Engelmannweg 71, 13403 Berlin. Jede Anmeldung wird bestätigt. Begrenzte Teilnehmerzahl: mindestens 10, maximal 25 Personen.
Das Stadtmuseum Berlin und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam widmen sich in dieser gemeinsamen Ausstellung der Geschichte der „Hauptstadt der DDR“ von den späten 1960er Jahren bis zur Wiedervereinigung der Stadt 1990. Im Mittelpunkt stehen das urbane Leben und der städtische Alltag in Ost-Berlin. Die Ausstellung zeigt die Stadt als Lebenswelt im Spannungsfeld zwischen ihrer Funktion als Machtzentrum des SED-Regimes und der sozialen und kulturellen Diversität. Mit einem gesellschaftsgeschichtlichen Portrait von Ost-Berlin werden die mit der Entwicklung der Stadt zur sozialistischen Metropole verbundenen lebensgeschichtlichen Erfahrungsräume der dort lebenden Menschen sichtbar gemacht. Die Schau ist kein wehmütig-ostalgischer Rückblick. Vermieden wird aber auch ein distanziert „westlicher“ Blick, der den Osten der Stadt allein als eine untergegangene und fremd gebliebene Welt zu sehen vermag. Das Interesse gilt den im Alltag der Stadt zu Tage tretenden Widersprüchen der DDR-Gesellschaft. Objekte und Geschichten dokumentieren, wie die Menschen mit diesen Widersprüchen umgegangen sind.

 

 

Donnerstag, 20. Juni – Sonntag, 23. Juni 2019
„Hier ist es wundervoll, und ich bin jeden Tag voll Dank …“

Auf den Spuren von Theodor Fontane in der Neumark und in Schlesien
Viertägige Busexkursion in die Woiwodschaften Lebus und Niederschlesien
Programm: Do.: Fontane-Grab – Schiffmühle – Zorndorf/Sarbinowo – Klein Dammer/Dąbrówka Mała – Hirschberg/Jelenia Góra. Fr.: Krummhübel/Karpacz – Erdmannsdorf/Mysłakowice – Buchwald/Bukowiec – Schmiedeberg/Kowary. Sa.: Liegnitz/Legnica – Wahlstatt/Legnickie Pole – Breslau/Wrocław. So.: Krummhübel/Karpacz – Kleine Koppe/Kopa – Schlesier-Haus/Dom Śląski – Lomnitz/Łomnica – Berlin
Leitung/Führung: Izabela Liwacz (Jelenia Góra) und Gerhard Weiduschat (Berlin).
Kosten: ca. € 420,- p.P. im Doppelzimmer, Einzelzimmerzuschlag € 60,-
Mindestteilnehmerzahl 25 Personen.
Leistungen: Busreise ab/bis Berlin, deutsch- und polnischsprachige Reisebegleitung, 3 Übernachtungen im ***Hotel Mercure Jelenia Góra, Halbpension (Frühstück/Abendessen), 1 x Mittagessen, alle Eintritte und Führungen, Sicherungsschein von SenfkornReisen.
Verbindliche Anmeldungen bis einschließlich 20. Mai 2019 an E-Mail g.weiduschat@gmail.com (bevorzugt), Fax (030) 41 50 86 85 oder Brief mit beigelegtem, adressiertem Freiumschlag an Gerhard Weiduschat, Engelmannweg 71, 13403 Berlin. Jede Anmeldung wird bestätigt. Das ausführliche Reiseprogramm wird auf Anforderung gern übermittelt.
Im Jubiläumsjahr wird zunächst den wenigen literarischen und biographischen Spuren Fontanes in der Neumark nachgespürt. Dagegen kann man in Schlesien, insbesondere am Fuße des Riesengebirges, eine Vielzahl von Spuren des Dichters verfolgen. Die Exkursion berührt schlesische Orte, Plätze und Landschaften, die sowohl in seinem belletristischen Werk als auch in seinen Briefen teilweise ausführlich Erwähnung gefunden haben. Krummhübel, ein von Fontane häufig aufgesuchter, gelegentlich auch bekrittelter Urlaubsort, ist dabei von besonderer Bedeutung. Literaturempfehlung (jeweils verschiedene Ausgaben): Theodor Fontane, Quitt. Roman. Ders., Briefe an Georg Friedländer, beide Titel auch in der Vereinsbibliothek vorhanden, Signatur: Fon 252 bzw. Fon 722. – Die Reise wird veranstaltet von SenfkornReisen (Görlitz) in Zusammenarbeit mit der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V. und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e.V.

 

 

 

 

 

 


Chorin 1904

Chorin 1904

Möglin 1930

Möglin 1930

Rüdersdorf 1941

Rüdersdorf 1941

Berlin-Lichtenrade 1951

Berlin-Lichtenrade 1951

Stölln 1979

Stölln 1979

Heiligengrabe 2001

Heiligengrabe 2001

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