Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg

Veranstaltungen

Führungen/Besichtigungen: Stadtführungen, Parkführungen, Ausstellungs- und Museumsbesuche, Kirchenführungen, teils gesondert, teils in Wanderungen einbezogen Wanderungen durch das Land Brandenburg und angrenzende Gebiete, meist verbunden mit Besichtigungen, Führungen u.s.w.

Studienfahrten in entlegenere Gebiete sowie in Nachbarländer und -regionen (meist eintägige Busfahrten).

Öffentliche Vorträge aus allen Themenbereichen der Historischen Landeskunde Brandenburgs; mit Ausnahme einer Sommerpause meist zweimal monatlich jeweils donnerstags 19.00 Uhr im "Berlin-Saal" der Berliner Stadtbibliothek in Berlin-Mitte, Breite Straße 36.

Kolloquien: Thematisch begrenzte Tagungen mit Vorträgen ausgewählter Fachleute (so z.B. zur Geschichte Potsdams anläßlich der Tausendjahrfeier 1993 im Landtag Brandenburg und 1995 zur Geschichte des Landes Brandenburg am selben Ort), in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv und dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte/Universität Potsdam 2008.

Mit Ausnahme der öffentlichen Vorträge ist die Teilnahme an allen anderen Veranstaltungen (Führungen, Fahrten, Wanderungen etc.) den Mitgliedern vorbehalten. Gäste sind jedoch stets willkommen.

Eine vollständige Übesicht über die seit 1885 veranstalteten Vorträge der Landesgeschichtlichen Vereinigung ist im Band "Die Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg in Vergangenheit und Gegenwart" erschienen und findet sich in anderem Layout auch hier als PDF-Datei. Ebenso finden sich in diesem Band ein Verzeichnis der Tagungen (hier als PDF) und der Studienfahrten (hier als PDF).



Veranstaltungen Januar 2012 bis Mai 2012


Donnerstag, 5. Januar 2012
Kulturerbe unter Wasser – Unterwasserarchäologie in Brandenburg
Vortrag: Franziska Wegener (Oranienburg)
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte
Versunkene Siedlungen, spektakuläre Wracks und immer neue Herausforderungen! Was ist das Besondere an der Unterwasserarchäologie? Was kann man finden und wie unterscheiden sich die Fundsituationen gegenüber denen an Land? Welche Anforderungen stellt die Unterwasserarchäologie an Forscher, Material und Durchführung? Wie sind die rechtlichen Aspekte? Diese und weitere Fragen sowie Beispiele für Unterwasserarchäologie in Brandenburg werden im Vortrag bildreich dargestellt.

Sonnabend, 14. Januar 2012
Der Stadtpark Steglitz
Führung: Wolfgang Holtz (Berlin-Lichterfelde)
Treffen: 11.00 Uhr vor dem Eingang, Albrechtstraße Ecke Bismarckstraße.
Der Stadtpark wurde von 1906 bis 1914 von den Gartenarchitekten Zahn und Korte geschaffen. Er ist gut zwölf Hektar groß und gehörte einst mit seiner ehemaligen Schäferei zum Steglitzer Gutsbesitz. Mit Hilfe zahlreicher historisch interessanter Ansichten wird während der Führung ein Teil des Parks und der unmittelbaren Umgebung wiedererkannt bzw. wegen etlicher Veränderungen nachvollzogen.

Mittwoch, 18. Januar 2012
Besichtigung des Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchivs
Führung: Björn Berghausen M.A. (Berlin), Geschäftsführer
Leitung: Dr. Peter Bahl (Berlin)
Begrenzte Teilnehmerzahl aus Platzgründen, daher (bis 15. 1. 2012) Anmeldung erforderlich: 030-7539998, peterbahl@gmx.de. Treffen: 16.00 Uhr Eichborndamm 167, Haus 42 (neben Landesarchiv Berlin), 13403 Berlin-Reinickendorf (S-Bhf Eichborndamm).
Die Region Berlin und Brandenburg ist ein Wirtschaftsstandort mit reicher Tradition, der mit dem Wirtschaftsarchiv eine Forschungsstelle für Wirtschaftsgeschichte besitzt, die sich als Lernort für Schulen, Arbeitsstätte der Universitäten und Vermittler wirtschaftshistorischer Themen an die Öffentlichkeit versteht. Sie steht für die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft und liefert damit wesentliche Bausteine für die Identität Berlins und Brandenburgs. Sie steht auch für die Verbindung der gegenwärtigen Unternehmen zu ihrer eigenen Vergangenheit und zur Geschichte von Branchen. Das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv wird von einem eingetragenen gemeinnützigen Verein betrieben. Das Ziel ist es, das Wirtschaftsarchiv perspektivisch in eine privatrechtliche Stiftung zu überführen.

Donnerstag, 19. Januar 2012
Das Bundesministerium der Finanzen.
Führung durch den Dienstsitz Berlin
Leitung: Bernd Kopplin (Berlin)
Treffen: 15.15 Uhr, vor dem Ministerium in der Wilhelmstraße 97, Ecke Leipziger Straße. Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldungen bis zum 10. Januar 2012 unter 030 - 401 93 84 oder per E-Mail unter BuM.Kopplin@t-online.de
Das vom Architekten Ernst Sagebiel in den Jahren 1935–36 entworfene Gebäude erlebte seit seinem Bestehen alle Veränderungen der deutschen Geschichte des letzten Jahrhunderts. Als Reichsluftfahrtministerium erbaut, danach Gründungsort der DDR und Haus der Ministerien, später u. a. Sitz der Treuhandanstalt (Detlev-Rohwedder-Haus), wurde es trotz anfänglicher Bedenken (NS-Architektur) nach entsprechenden Umbauten in den Jahren 1995–2000 zum Sitz des Bundesfinanzministeriums.

Donnerstag, 9. Februar 2012
Geschichte und Gegenwart des Weinbaus in Werder (Havel)
Vortrag mit Medieneinsatz: Dr. Manfred Lindicke (Werder)
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte
Seit über 800 Jahren wird in der Mark Brandenburg Weinbau betrieben. Das geschah vor allem unter der Obhut der brandenburgischen Markgrafen und Bischöfe und durch das aktive weinbauliche Wirken der zahlreichen Klöster, insbesondere der Zisterzienser, durch die der Weinbau nach Werder kam, aber auch der Prämonstratenser, Benediktiner, Dominikaner und Franziskaner. Eine bedeutende Förderung erfuhr der Weinbau seit dem 15. Jahrhundert durch die aus Franken kommenden Hohenzollern. In diesem Zusammenhang entstanden viele kurfürstliche Weinberge und märkischer Wein fehlte fortan an keiner kurfürstlichen Tafel. Zur Verbesserung der Weinbaukunst wurde 1578 durch Kurfürst Johann Georg die erste märkische Weinmeister-Ordnung erlassen.

Sonnabend, 18. Februar 2012
Ordentliche Hauptversammlung
10.00 Uhr („Vorprogramm“:) Führungen durch das Märkische Museum (Dauer: ca. 1 Std.). Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung zu den Führungen erforderlich bis 15. Januar! Kontakt: Dr. Peter Bahl, Tel. 0 30 - 753 99 98, peterbahl@gmx.de
11.15 Uhr Beginn der Ordentlichen Hauptversammlung im selben Haus (Anmeldung nicht erforderlich). Im Anschluss an die Versammlung besteht die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Imbiss im Museumscafé.
Ort: Märkisches Museum der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Am Köllnischen Park 5, 10179 Berlin-Mitte. (U-Bhf Märkisches Museum und Jannowitzbrücke, S-Bhf Jannowitzbrücke, Bus 147).

Sonnabend, 25. Februar 2012
Sanssouci in Neuruppin. Hans-Jörg Albrecht, Leiter des Museums Neuruppin, führt durch die Ausstellung und die mit ihr verbundenen Plätze.
Leitung: Dietrich König (Berlin)
Treffen : 11.00 Uhr im Museum Neuruppin, August-Bebel-Str. 14–15. Dauer ca. 3 Stunden. Unkostenbeitrag etwa 3,00 €. Verkehrsverbindung: Mit RE 18606 um 9.07 Uhr ab Bhf Berlin-Spandau, 10.27 Uhr an Bhf Neuruppin West.
Kronprinz Friedrich war von 1733 bis 1736 als Inhaber des früheren „Regiments zu Fuß von der Goltz“ in Neuruppin. Er hatte sich bei der Neuruppiner Bevölkerung großes Ansehen erworben, so dass man hier schon frühzeitig Urkunden und sonstige Belege über seinen Aufenthalt gesammelt hat. Die Sammlung gibt uns einen umfassenden Einblick in diese Jahre. Theodor Fontane hatte als Neuruppiner Kenntnis von den Unterlagen und hat sie wahrscheinlich für seine Arbeiten verwendet. Es bietet sich also an, das „Friedrichjahr“ mit dem Besuch dieser Ausstellung zu beginnen.

Sonnabend, 3. März 2012
Retten vor dem Vergessen – Von dem engagierten Bemühen, das gemeinsame Kulturerbe im grenznahen Raum für die Zukunft zu bewahren I. Exkursion in das Gebiet der ehemaligen Neumark, heute Woiwodschaft Zachodniopomorskie/Westpommern
Besichtigungsroute: Berlin – Krzymów/Hanseberg: Herrenhaus, Kirche – Swobnica/Wildenbruch: Johanniterschloss – Chojna/Königsberg Nm.: Marienkirche u.a. – Cedynia/Zehden: Ehemaliges Zisterzienserinnenkloster – Wriezen: Marienkirche – Berlin.
Leitung: Gerhard Weiduschat (Berlin)
Treffen: 7.30 Uhr, Am Weidendamm Ecke Friedrichstr., S- und U-Bhf. Friedrichstraße. Rückkehr gegen 20.00 Uhr. – Kosten ca. € 70,- inkl. Busfahrt, Mittagessen, Kaffeetrinken, Eintrittsgelder. Verbindliche, nur schriftliche Anmeldungen bis 10. Februar 2012 bei Gerhard Weiduschat, E-Mail (bevorzugt): g.weiduschat@googlemail.com, Fax: 030 - 41 50 86 85 oder Briefpost: Engelmannweg 71, 13403 Berlin (mit adressiertem Freiumschlag).
Im März und Mai 2012 finden anknüpfend an die gut besuchte Podiumsdiskussion vom 10. November 2011 im Martin Gropius-Bau, die von der Landesgeschichtlichen Vereinigung mitveranstaltet und vom rbb inforadio aufgezeichnet wurde (Anhören: http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/forum/201111/165073.html oder als Podcast herunterladen: http://www.inforadio.de/podcast/feeds/das_forum/das_forum_mit_harald.html) drei Exkursionen statt, die sich mit bedeutenden Bau- und Naturdenkmälern vor allem in den ehemals brandenburgischen Gebieten rechts der Oder, heute in den Woiwodschaften Zachodniopomorskie, Lubuskie und Dolnoslaskie, befassen. Dabei sollen neben der Historie der Gebäude und Parks auch mögliche oder schon vorhandene Nutzungskonzepte und die Chancen deutsch-polnischer oder europäischer Zusammenarbeit bei der Entwicklung solcher Konzepte eine wichtige Rolle spielen.

Donnerstag, 15. März 2012
Familiennetzwerke im Bürgertum – Der Berliner Ehrenbürger Heinrich Eduard Kochhann (1805–1890) und sein Kreis
Vortrag: Dr. Peter Lemburg (Berlin)
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte
Der Kommunalpolitiker, Wohltäter und engagierte Protestant H. E. Kochhann hat die Geschicke Berlins im mittleren 19. Jahrhundert wesentlich mitgeprägt. Seine in Auszügen publizierten Lebenserinnerungen zeichnen ein sehr farbiges Bild der rasanten Entwicklung Berlins dieser Periode. In seinem Engagement für das bürgerliche Selbstbewusstsein, für die Armen und Bedrängten fand der zeitlebens Freisinnige in seinem Kreis befreundeter Gleichgesinnter wichtige Mitstreiter. Kochhann, „altpreußisch“ bedürfnislos, undogmatisch, dem Neuen grundsätzlich aufgeschlossen, war allseits hochgeschätzt und verkörperte mit seinem weitverzweigten Freundes- und Familienkreis, zu dem die Kampffmeyer, Göritz, Lübeck, Neander, Lisco, Adler, Trendelenburg und Müllenhoff gehörten, einen Teil des Berliner Bürgertums, das nach seinem Tod an Einfluss und Bedeutung verlor.

Sonnabend, 17. März 2012
Mein lieber Herr Gesangsverein …
Sehen und Hören – Finsterwalder Stadt- und Sangesgeschichte
Leitung: Ingrid Klaß (Berlin)
Führung: Dr. Rainer Ernst, Leiter des Kreismuseums Finsterwalde.
Treffen: 10.00 Uhr Kreismuseum Finsterwalde, Lange Str. 8, 03238 Finsterwalde. Verkehrsverbindung: Mit RE 37373 (Richtung Cottbus) ab Bhf Spandau 7.20 Uhr, Zoologischer Garten 7.28 Uhr, Hauptbahnhof, Gleis 12, 7.35 Uhr, Friedrichstr. 7.37 Uhr, Alexanderplatz 7.40 Uhr, Ostbahnhof 7.44 Uhr, Cottbus an 8.56 Uhr. Weiterfahrt von Gleis 6 mit RE 18456 (Richtung Leipzig) an Finsterwalde 9.33 Uhr. Der Bahnhof befindet sich am Rand des Stadtzentrums, die Besichtigungsorte sind gut zu Fuß zu erreichen.
Auskünfte: Ingrid Klaß, Tel. 030 - 65 32 29 53 oder E-Mail: IngridKlasz@web.de. Anmeldung nicht erforderlich. Mittags besteht Einkehrmöglichkeit in einer Gaststätte. Rückfahrt ab Finsterwalde 16.23 Uhr, an u. a. Hauptbahnhof 18.24 Uhr.
Das Kreismuseums Finsterwalde wurde erst 1981 gegründet, als ein Kolonialwarenladen mit all seiner Einrichtung von 1850 aufgegeben werden sollte. Inzwischen hat es sich thematisch weiterentwickelt und stellt insbesondere die Sanges- und Chorgeschichte Finsterwaldes dar. Der Süden Brandenburgs und im speziellen die Stadt Finsterwalde haben eine traditionsreiche Gesangs- und Chorkultur, die vom Mittelalter bis in die Gegenwart reicht. Dies drückt sich schon in dem 1899 in Berlin als Teil eines Theaterstücks komponierten „Finsterwalder Sängerlied“ aus. Das Museum nimmt sich dieser starken Tradition an und zeigt dazu einen bunten, lebendigen Teil in seiner Dauerausstellung. Nach dem Mittagessen folgt ein Stadtrundgang durch die sehenswerte restaurierte Altstadt mit Dr. Ernst.

Sonnabend, 31. März 2012
Retten vor dem Vergessen – Von dem engagierten Bemühen, das gemeinsame Kulturerbe im grenznahen Raum für die Zukunft zu bewahren II. Exkursion in das Gebiet der ehemaligen Neumark, heute Woiwodschaften Zachodniopomorskie/Westpommern und Lubuskie/Lebus
Besichtigungsroute: Berlin – Müncheberg: Kirche – Kostrzyn/Küstrin: Altstadt – Sarbinowo/Zorndorf: Fort – Chwarszczany/Quartschen: Templer-bzw. Johanniterkirche – Dabroszyn/Tamsel: Schloss, Kirche, Park – Witnica/Vietz: Fabrikantenvilla, Wegweiserpark u.a. – Slonsk/Sonnenburg: Johanniterschloss und -kirche.
Leitung: Gerhard Weiduschat (Berlin)
Treffen: 7.30 Uhr, Am Weidendamm Ecke Friedrichstr., S- und U-Bhf. Friedrichstraße. Rückkehr gegen 20.15 Uhr. Kosten ca. € 70,- inkl. Busfahrt, Mittagessen, Kaffeetrinken, Eintrittsgelder. Verbindliche, nur schriftliche Anmeldungen bis 10. März 2012 bei Gerhard Weiduschat, E-Mail (bevorzugt): g.weiduschat@googlemail.com, Fax: 030 - 41 50 86 85 oder Briefpost: Engelmannweg 71, 13403 Berlin (mit adressiertem Freiumschlag).
Einführungstext siehe 3. März 2012 in diesem Veranstaltungsprogramm.

Donnerstag, 12. April 2012
Spuren Karl Friedrich Schinkels in der Stadt Posen (Poznan). Entstehen und Vergehen von Architektur im Spannungsverhältnis der deutsch-polnischen Geschichte
Vortrag mit Medieneinsatz: Gotthard Kemmether (Frankfurt/Oder)
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte
Auch wenn in Posen heute kaum noch Reste Schinkelscher Architektur sichtbar sind, gab es doch in den 1820er und 1840er Jahren Aufträge für den bedeutenden Architekten sowohl von öffentlicher preußischer wie von privater polnischer Seite. Im Vortrag sollen weniger die kunsthistorischen Aspekte beleuchtet werden, als vielmehr die Umstände der Entstehung sowie das weitere Schicksal der Bauwerke. Dies soll gleichzeitig ein ausschnitthaftes Bild zeichnen vom Verhältnis zwischen der deutschen und polnischen Bevölkerung Posens in kultureller und politischer Hinsicht.

Sonnabend, 21. April 2012
Wie wir Geschichte aus dem Boden lesen können. Archäologischer Rundgang auf der Dominsel in Brandenburg an der Havel
Führung: Stefan Dalitz, Archäologe.
Leitung: Frau Norgat Hauke (Berlin).
Treffen: 11.15 Uhr am Dom (Westchor) auf der Dominsel in Brandenburg. Dauer: ca. 2 Stunden. Begrenzte Teilnehmerzahl, max. 25 Personen. Anmeldung unter ausflug@norgat-hauke.de oder Tel. 030 - 308 30 40. Verkehrsverbindung: mit RE 1 bis Brandenburg Hauptbahnhof; Umstieg in Bus B/522, Richtung Fontanestraße, Haltestelle: „Domlinden“ oder „Zur Dominsel“ aussteigen.
Stefan Dalitz ist als Archäologe in der Bodendenkmalpflege für die Stadt Brandenburg tätig. Er wird uns über die Insel führen und einen Einblick in die Geschichte der ehemaligen slawischen Burg und der ursprünglich besiedelten Stellen geben. Topographische Besonderheiten der Dominsel werden erläutert. Ein Großteil seines Arbeitsfeldes liegt in der Durchführung baubegleitender Grabungen, die sich aus Baugesuchen ergeben. Unter anderem führen aktuelle Skelettfunde und deren Auswertungen zu neuen Erkenntnissen in der Forschung. Er wird bisher unveröffentlichte neue Aspekte der archäologischen Grabungen, die in den 22 Jahren nach der Wende gesammelt wurden, präsentieren. Sie erhalten einen spannenden Einblick, wie aus dem Boden Inselgeschichte sichtbar gemacht wird!

Sonnabend/Sonntag, 5./6. Mai 2012
Retten vor dem Vergessen – Von dem engagierten Bemühen, gemeinsames Kulturerbe im grenznahen Raum für die Zukunft zu bewahren III. Exkursion in ehemals brandenburgische Gebiete östlich von Oder und Neiße, heute Woiwodschaften Lubuskie/Lebus und Dolnoslaskie/Niederschlesien
Besichtigungsroute Sonnabend: Berlin – Slubice/Frankfurt-Dammvorstadt: Sportstadion u.a. – Gryzyna/Griesel: Hohenzollern-Jagdschloss – Klepsk/Klemzig: altlutherische Holzkirche – Trzebiechów/Trebschen: von Henry van de Velde gestaltetes Sanatorium – Zabór/Saabor: Weinprobe – Zielona Góra/Grünberg: Übernachtung. – Sonntag: Zielona Góra – Zatonie/Günthersdorf: Schloss- und Kirchenruine – Zagan/Sagan: Schloss, Park u.a. – Zary/Sorau: Schlösser der Familien Bi(e)berstein und Promnitz – Bad Muskau: Park Muzakowski/Muskauer Park.
Treffen am Sonnabend: 7.30 Uhr, Am Weidendamm Ecke Friedrichstr., S- und U-Bhf. Friedrichstraße. Rückkehr am Sonntag gegen 20.00 Uhr. Kosten ca. € 170,- inkl. Busfahrt, Übernachtung (zzgl. Einzelzimmerzuschlag), Mittag- und Abendessen, Kaffeetrinken, Eintrittsgelder. Verbindliche, nur schriftliche Anmeldungen bis 31. März 2012 bei Gerhard Weiduschat, E-Mail (bevorzugt): g.weiduschat@googlemail.com, Fax: 030 - 41 50 86 85 oder Briefpost: Engelmannweg 71, 13403 Berlin (mit adressiertem Freiumschlag).
Einführungstext siehe 3. März 2012 in diesem Veranstaltungsprogramm.

Donnerstag, 10. Mai 2012
Neues von der Brandenburgisch-Africanischen Compagnie in Emden
Vortrag mit Medieneinsatz: Dr. Sven Klosa (Potsdam)
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte
Dass die Brandenburgisch-Africanische Compagnie, die 1682 nach dem Vorbild der niederländischen Vereinigten Ostindischen Compagnie (V.O.C.) vom Großen Kurfürsten gegründet wurde, von Emden aus durch Überseehandel den Wohlstand Brandenburgs mehren sollte, ist keine neue Erkenntnis. Wie groß allerdings der Einfluss des brandenburgischen Kurfürsten auf die Compagniegeschäfte war, wie es um das Verhältnis zwischen Compagnie und der u. a. in Emden stationierten Marine stand oder wie die Compagnie kontrolliert und finanziell unterstützt wurde, wurde bisher nicht untersucht. Diesen Fragen ist Sven Klosa in seiner Untersuchung nachgegangen. Der Vortrag wird die Ergebnisse dieser Untersuchung präsentieren. Vorangestellt wird eine allgemeine Einführung zur Entstehung, Verfassung und Organisation von privilegierten Handelscompagnien.

Sonnabend, 12. Mai 2012
Naturschutzgeschichtliche Wanderung von Chorin zum Plagefenn bei Brodowin
Leitung: Dr. Klaus Arlt (Potsdam)
Treffen: 9.15 Uhr auf dem Bahnhof Chorin (RE 3 ab Berlin-Hauptbahnhof/tief, Gleis 5, um 8.33 Uhr, bitte Fahrplanwechsel beachten!). Einkehrmöglichkeiten bestehen erst am Ende der Wanderung in Chorin. Wanderstrecke 15 km. – Auskünfte: Dr. Klaus Arlt, Tel. 0331 - 270 35 58 oder E-Mail: Klaus.Arlt@t-online.de
Das Plagefenn (damals 177 ha, heute 1030 ha) wurde am 4. Februar 1907 durch eine Verfügung des preußischen Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten unter Schutz gestellt und dürfte damit das älteste Naturschutzgebiet Deutschlands sein. Die Wanderung führt u.a. durch Buchenwälder und gestattet vom Fennweg Einblicke in den westlichen Bereich des Naturschutz-Kerngebietes. Hier wird auch der 2005 gesetzte Gedenkstein für den ersten Leiter der preußischen Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege, Hugo Conwentz (1855–1922) besucht und auf dem Klosterfriedhof Chorin des Initiators des Plagefenn-Schutzes, Oberförster Dr. Max Kienitz (1849–1931), gedacht. Da z. T. auf Forstwegen mit Feldsteinpflasterung gewandert wird, sind leichte Schuhe nicht zweckmäßig.

Sonntag, 20. Mai 2012
Friesack – die Fliederstadt
Führung: Günter Kirchert, Vorsitzender des Heimatvereins Friesack
Leitung: Wolfgang Holtz (Berlin)
Treffen:10.15 Uhr Bahnhof Friesack. Verkehrsverbindung: Mit dem RE 37376 z. B. um 9.26 Uhr, Gleis 13, ab Hauptbahnhof, oder um 9.40 Uhr ab Bhf Spandau nach Friesack, Ankunft 10.10 Uhr. Rückfahrt 15.50 Uhr, 16.50 Uhr oder 17.50 Uhr. Anmeldung: Wolfgang Holtz 030 - 812 23 38 oder wolfgang.holtz@berlin.de. Vom Bahnhof 2 km Fußweg zur Stadt. Mittagessen vorgesehen. Kleine Busfahrt eingeplant (Umlage).
Die Burg Friesack soll schon existiert haben, als Albrecht der Bär durch friesische und holländische Deich- und Wasserbauern einen Damm durch die Sümpfe der Rhin- und havelländischen Luche bauen ließ. Den Anfang der Verkehrsstraße bildete das Ländchen Friesack, welches mit dem Ländchen Bellin und später dann mit der Grafschaft Ruppin verbunden wurde. Die Burg am Anfang der Verkehrsstraße wurde zu einer mächtigen Wasserburg aus Stein ausgebaut, wobei das damals wilde Wasser des Rhin durch Kanalisation um drei Seiten der Burg herum gezwungen wurde. Sie war eine der acht Landesfestungen. Nach der Stadtführung wird u. a. auch das Denkmal an der F5 für den Automobilunfalltoten Prinz Georg Wilhelm zu Braunschweig und Lüneburg am 20. Mai 1912 besucht.

Chorin 1904

Chorin 1904

Möglin 1930

Möglin 1930

Rüdersdorf 1941

Rüdersdorf 1941

Berlin-Lichtenrade 1951

Berlin-Lichtenrade 1951

Stölln 1979

Stölln 1979

Heiligengrabe 2001

Heiligengrabe 2001

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